seitwärts:[poetologische ortungen]

seitwärts: [poetologische ortungen]

…sieht sich als Plattform für authentische Literatur jenseits von (literarischen) Mainstreams. Auf Zuordnungen, Schubladen oder Genres wird bewusst verzichtet. Transdisziplinäre Grenzüberschreitungen im experimentellen Raum werden als Selbstverständlichkeit angesehen. Poetologische Ortungen wollen als performatives Moment freie Wechselwirkungen im öffentlichen Raum erkunden. Schwerpunkte: literarische Interventionen, Mitschnitte von Lesungen, fallweise: poetic act, live Lesungen im Studio mit anschließendem Autor*innengespräch.

seit 2016 wird seitwärts: [poetologische ortungen] jeden 5. Mittwoch im Monat jeweils von 19-20 Uhr gesendet (Radio FRO, Linz, zeitgleich Radiofabrik, Salzburg).

Produzent*innen: Miriam, Verein zur Förderung von Medienviefalt. Betreuung und Koordination: Wally Rettenbacher, Autorin und Sendungsmacherin.

seitwärts: [poetological investigations]

… is an audio experiment, broadcast every 5th wednesday a month at Radio FRO in Linz and at RADIOFABRIK in Salzburg. In agreement with the authors it is possible to stream and broadcast the program from the archive of cba.fro.at.
seitwärts sees itself as a platform for the creation of authentic literature as well as radio plays beyond the ( literary) mainstream. Assignments, categories, or genres are deliberately avoided. Transdisciplinary border crossings in the experimental areas are seen as self-evident. Poetological investigations are part of a performative momentum of free interaction and reciprocity in public spaces. seitwärts also focuses on the power of the “ poetic act“  – literary interventions in public space/s, recordings of readings, as well as live studio readings with subsequent interviews.

Producers: Miriam, Verein zur Förderung von Medienvielfalt. Coordination: Wally Rettenbacher, Author & Producer.

[ergänzungstraktat zu „seitwärts:[poetologische ortungen]“(ad.1)

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Grenzräume

Unter dem Titel „Grenzräume – eine literarische Spurensuche im Burgenland“ hat die Autorin Beatrice Simonsen in der edition lex liszt12 ein Buch herausgegeben, in dem das Grenzland Österreich/Ungarn aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet und reflektiert wird.

Sendung jetzt hören

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Warteraum. Foto: Wally[re]

Sendungstitel: Grenzräume: eine literarische Spurensuche im Burgenland

Gastautor*innen: Beatrice Simonsen, Herausgeberin des Buches, Balázs Both, Wolfgang Millendorfer (Einspielung), Zsuzsa Rakovszky.

Aufnahme, Sendungsgestaltung: Wally Rettenbacher.

Fotos [online]: Ábel Both

In dieser „pannonischen Reflexion“ beschäftigen sich eingeladene Autorinnen und Autoren aus Österreich und Ungarn über die Grenzen hinweg in einer Art literarischen Bestandsaufnahme mit den unterschiedlichen Lebenswelten, Menschen, Ethnien und Sprachen, sowie mit verschiedenen Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Literatur, die diese Region prägten und prägen. Vervollständigt durch feinsinnige Landschafts- und Stimmungsbeschreibungen ergibt dieses Buch ein Zeitdokument erster Ordnung.

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Gemeinsam mit den Gastautoren und -autorinnen Balázs Both und Zsuzsa Rakovszky aus Sopron sowie Wolfgang Millendorfer aus Mattersburg (Einspielung), begaben wir uns mit Beatrice Simonsen entlang dieser geschichtsträchtigen Demarkationslinie auf einen poetologischen Streifzug durch, in und über die Zeit einer Region.

Die „Grenzräume“ wurden live aufgenommen am Sonntag, den 30. Oktober 2016 in Siegendorf (Interview mit Beatrice Simonsen im Gasthaus Sonnenstrahl), sowie an der österreichisch-ungarischen Grenze zwischen Sopron und St. Margarethen, am und um dem „Tor zur Freiheit“, das anlässlich des Falls des Eisernen Vorhanges im Jahr 1989 errichtet worden ist. Als Ergebnis dieses Streifzugs ist ein poetischer „Hörnimbus“ entstanden, ein grenzüberschreitendes Audiodokument begleitend zum Buch!

English Translation

Beatrice Simonsen’s book Grenzräume: eine literarische Spurensuche im Burgenland (edition lex liszt12) explores her native homeland of Burgenland – a borderland between Austria/Hungary – from differing views and differing perspectives.

In this „Pannonian reflection“, the invited authors from both Austria and Hungary engage in a kind of ‘literary bordering’ with the different worlds of lives, people, ethnicities, and languages as well as with various personalities from politics, art and literature who shape this region. Not to mention the great landscapes and mood descriptions!

In this program, Beatrice Simonsen, together with the guest authors Balázs Both and Zsuzsa Rakovszky from Sopron, and Wolfgang Millendorfer from Mattersburg, embark upon a poetological journey along this intriguing border region through, into and over historical timelines of demarcation.

The „border areas“ were recorded live on Sunday, 30th October 2016 in Siegendorf (the interview with Beatrice Simonsen taking place at the Gasthaus Sonnenstrahl) as well as on the Austro-Hungarian border between Sopron and St. Margarethen both at, and around, the Gate to Freedom. The result is a poetic höronimbus of the first order!

English Translation: Marcus D. Niski, 11/2016

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bahr, der hybrid

diese ausgabe von seitwärts:[poetologische ortungen] ist     dem 20    jährigen bestehen des projektes AG literatur gewidmet.  Sendung jetzt hören

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Raimund Bahr, Foto: Wally [re]

gegründet im jahr 1996 von armin anders, der in wien als theatermacher, autor und journalist lebt und raimund bahr, den ich in seinem wohnzimmer, in st. wolfgang im salzkammergut, besucht und interviewt habe.

raimund bahr erzählt in dieser sendung über die gründung der AG literatur, über die zahlreichen projekte, die daraus entstanden sind und über sich selbst: eine interdisziplinäre gratwanderung entlang der schnittstellen literatur, wissenschaft und politik. wahlweise gebündelt, gekreuzt oder vermischt!

im zweiten teil der sendung stellt bahr, der hybrid, seinen neuen salzkammergut krimi, der im april 2016 unter dem titel „der falsche verdacht“ erschienen ist, vor, und liest eine textpassage daraus.

 ermittler katzmeyer aus wien ist in st. wolfgang, um den nachlass seiner verstorbenen tante zu ordnen. dann wird er von einem einheimischen auf einen mordfall hingewiesen, der zehn jahre zurückliegt. katzmeyer interessiert sich dafür  und beginnt zu recherchieren. der mord soll in zusammenhang mit einem großen bauprojekt in st. wolfgang stehen, dass damals verwirklicht wurde….

ein spannend zu lesender kriminalroman, der am ende eine überraschung bereithält.

 „es geht in dem krimi ….. um die kleine korruption, die sich auf dem land abspielt…..jeder handelt im guten glauben, alles richtig zu machen, aber am ende des prozesses steht etwas, was manchen menschen schaden kann…das ist etwas nicht offensichtliches, sondern entsteht dadurch, dass viele kleine dinge zusammenkommen, die zu etwas großem wachsen und am schluss so wie korruption ausschauen obwohl sie am anfang nicht so geplant waren.“ (auszug interview bahr)…..

 erschienen im verlag www.federfrei.at/hardcover

raimund bahr. der falsche verdacht. verlag federfrei. marchtrenk. 2016.

Gastautor: Raimund Bahr

Aufnahme & Interview & Sendungsgestaltung: Wally Rettenbacher

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Texte gegen Rechts

Wir befinden uns in einer Weltlage, deren Ursache eine Wirtschafts- und Finanzpolitik ist, die nun als [logische] Wirkung einen „Flow Back Effekt“ aus allen Richtungen erfährt. Es scheint, als ob sich das Kreissegment der Metaphysik des Geldes, im Kernelement der Abzählbarkeit von Dingen verhaftet, unter der Spielanweisung von Angstmachern als eine Wiederholung von Geschichte auftut!

Ein Gros unserer Gesellschaft will aber nicht in eine „neue Form von Apartheit taumeln, die ökonomisch argumentiert wird und jeden malträtiert…der…Wohlstand gefährdet“[2].  Und schon gar nicht schenkt sie jenen Vertrauen, die versuchen, in „einfach gestrickten Sätzen scheinbar einfache Lösungen“[1] anzubieten!

Die Grazer Autorinnen und Autorenversammlung Oberösterreich meldet sich dazu zu Wort.

In 6 ausgewählten Beiträgen einer Veranstaltung der GAV OOE[3] vom Mai 2016 im denkZONENraum im Linzer Posthof, beziehen Autoren und Autorinnen immanent Stellung zur aktuellen gesellschaftlichen und politischen Lage: Alfred Gelbmann beginnt mit nachdenklichen Gedankenstrichen, Stephan Roiss liest aus der Perspektive eines Zivildieners und René Bauer gibt einen Aufruhr im Gemüsebeet zum Besten.  Nach Dominika Meindls unsortierter Angstliste widmet sich Richard Wall dem Phänomen der Sprache einfach gestrickter Weltbilder. Abschließend liest Anna Weidenholzer über Risse, die sich durch eine Freundschaft ziehen und resümiert, daß Zäune abzulehnen sind.

Texte von: Alfred Gelbmann, Stephan Roiss, René Bauer, Dominika Meindl, Richard Wall und Anna Weidenholzer.

Moderation der Veranstaltung: Peter Grubmüller

Aufnahme: Erich Klinger

Sendungsgestaltung: Wally Rettenbacher

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Summerau,96“ und „seitwärts: [poetologische ortungen]“: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein Radiostreifzug“

Mit Jänner 2016 ging nach beinahe 16 Jahren die letzte Ausgabe des monatlichen Literaturmagazins „Summerau,96“ zu Ende. Quasi parallel dazu hat sich ein neues Sendeformat entwickelt, das mit heutigem Tag das erste Mal als „seitwärts: [poetologische ortungen]“ und zukünftig jeden 5. Mittwoch im Monat on Air geht.  Foto: wallyre

Teil 1: Der Sendungsmacher, die Sendungsmacherin und die Sendeformate:

In diesem Radiostreifzug geht es um die Erkundung von zwei Sendungsgeschichten: Die Eine betrifft Vergangenheit. Die Andere, als Beginn eines neuen Sendeformats, betrifft Gegenwart, die Zukunft werden will.

In der Rolle als Sendungsmacher*in erörtern Erich Klinger und Wally Rettenbacher Inhalte, Schnittstellen, Parallelitäten, Kapazitäten und divergierende Eventualitäten. Ein radiosophes Gesprächstraktat erster Ordnung und der Versuch eines unverklärten Rückblicks mitsamt einer ebenso unverklärten Zukunftsschau.

Teil 2: Die Autorin, der Autor und die Texte:

Wally Rettenbacher gibt eine „poetologische Notiz und ein cut Rue de fleur“, als Ergänzungsbezug zu ihrem neuen Sendeformat zum Besten und Erich Klinger liest einen neuen Text vom Unterwegssein.

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